Werden und Vergehen                                       

Während unseres Lebens müssen wir uns einer Reihe von Übergängen stellen. Dazu gehören der Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein und der vom Erwachsensein zum Alter. Die größten Wandlungen aber sind die vom Nichts ins Etwas – unsere Geburt – und vom Etwas ins Nichts – unser Tod.
Übergänge sind kritische Phasen, risikobehaftet, voller Verwirrung. Massive Ängste kommen hoch, unerledigte Themen zeigen sich mit Macht. Wir sind voller Abwehr, zweifeln, wollen weglaufen oder aufgeben. Doch es gibt kein Entkommen. Es sind die Lernkurven unseres Lebens. Wir haben in diesen Krisen mehr Kraft, als wir glauben.
Wir haben mehr Möglichkeiten, als wir denken. Es ist auch mehr Unterstützung vorhanden, als uns bewusst ist.
Die Geistige Welt unterstützt uns in dem authentischen Ausdruck deines Wesens. Jede Krise trägt uns näher zu uns selber. Schamanische Weisen zielen darauf ab, uns dabei zu stärken. In unser Leben darf Fülle und Erfüllung einziehen.
In einer schamanischen Zeremonie erscheint das, was da ist, unverbrämt. Die aktuelle Situation erscheint im größeren Kontext und die Art der Verstrickung des Fragenden darin. Danach erfahren wir, mit welchen Ressourcen die Krise bewältigt werden kann. Manchmal ist das ein neues Verständnis der Situation. Manchmal ist es eine Heilung von alten Verletzungen. Manchmal ist es ein bestimmter neuer Schritt. Manchmal ist es einfach Trauer. Worum es sich auch handelt, die entscheidende Veränderung in Richtung auf ein neues Gleichgewicht geschieht schon im Moment der Zeremonie.
Wir bereiten uns auf die Geburt eines Kindes sorgfältig vor. Warum bereiten wir uns nicht auch auf unser Ableben vor? Warum bereinigen wir nicht unsere familiären Beziehungen und füllen unser Bündel mit guten Erfahrungen? Je mehr Heilung wir erfahren haben, desto einfacher können wir uns aus diesem Leben verabschieden. Das spiegelt sich auch auf der physischen Seite wieder.
Schamanische Zeremonien schließen nichts aus, weder das Leben noch die Zeit davor und danach. Wir können unsere persönliche Art zu sterben kennen lernen. Was erwartet uns auf der Anderen Seite? Wer wird da sein, um uns zu leiten? Die Große Wandlung kann vorgeprobt werden. Vertrauen, Annahme und Loslassen sind möglich, wenn Hilfe da ist. Die Geistige Welt erwartet uns.